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Marokko Roadtrip - Route, Kosten und Packliste

vor 5 Stunden
5 Min. Lesezeit

Werbung. Vom Trubel der Marrakesch-Medina durch die Weiten des Hohen Atlas, entlang der Atlantikküste bis in die Agafay-Wüste, das ist ein Roadtrip durch Marokko. Eine geplante Route, ein organisierter Mietwagen, reservierte Unterkünfte und trotzdem das Gefühl, auf eigene Faust unterwegs zu sein? Wir haben es ausprobiert.

Das Konzept: Was euch erwartet

Morocco Nomads ist eine 7-tägige Rundreise durch Marokko im eigenen Mietwagen. Travelbase übernimmt die Logistik, Route, Unterkünfte, Mietwagen, ein Roadbook, dazu Zugang zu einer App mit Offline-Karten. Ihr fahrt eigenständig, aber nicht ins Blaue.

Gleichzeitig seid ihr nicht allein unterwegs. Mehrere kleine Gruppen sind auf derselben Route, begegnen sich an bestimmten Stopps und Abenden. Wir haben uns auf dieser Reise mit einem lieben Paar sehr gut verstanden und haben ab dem Zeitpunkt an, jeden Tag zusammen zu Abend gegessen. Liebe Grüße gehen raus an Marie und Jonas.



Das bekommt ihr vom Veranstalter


Mietwagen

Für zwei bis drei Personen gibt es einen Dacia Duster, für vier Personen einen Geely Cityray. Beide Fahrzeuge haben Schaltgetriebe und USB-Anschlüsse. Der Wagen wird am zweiten Reisetag übergeben. Mit einem im Preis enthaltenes Shuttle werdet ihr morgens zur Mietwagenstation gebracht und könnt dann zeitnah los starten.


Unterkünfte

Die Unterkünfte sind vorab organisiert und ihr braucht euch dahingend um nichts kümmern. Jeden Abend wartet ein Zimmer in einem Riad, einer Lodge oder einem Hotel auf euch, alle mit einem eigenem Bad. Jeden Morgen gibt es Frühstück und die Lage der Unterkünfte empfanden wir immer als sehr passend gewählt.


Roadbook

Ihr erhaltet eine gedruckte Reiseroute mit Hintergrundinformationen und Tipps zu den einzelnen Stopps. Wir lesen uns die Tipps jeden Tag dazu auf der Fahrt vor, das ist wirklich sehr spannend und man erhält viele Hinweise zur Region.


App

Zusätzlich gibt es Zugang zu einer digitalen Karte mit weiteren Infos. Hier sind empfohlene Parkplätze, Tankstellen oder Restaurants eingezeichnet und auch die jeweilige Unterkunft. Einfach anklicken und losfahren.


Support

Travelbase ist vor und während der Reise erreichbar.



Die Route: 7 Tage, eine Landschaft jagt die nächste

Tag 1 und 2: Marrakesch

Der erste Kontakt mit Marokko ist intensiv. Vom Flughafen geht es mit dem Shuttle Richtung Medina, bis zur ersten Unterkunft geht man zu Fuß, vorbei an ganz viel Trubel, vielen Verkaufsständen, Motorrädern und einem Lärmpegel, der unüberhörbar ist. Reizüberflutung, aber wirklich spannend.


Wir reisen an einem besonderen Tag an: Eid al-Adha, das Opferfest. Viele Läden bleiben geschlossen, die Gassen sind ungewöhnlich ruhig, und in den Straßen bekommt man Einblicke in eine Tradition, auf die man sich vielleicht innerlich vorbereiten sollte. Wir haben das in unserem Video mit einer kurzen Triggerwarnung versehen, weil die Bilder für manche unerwartet direkt sein können.

Was die ruhigen Gassen mit sich bringen, wir konnten Marrakesch in einem Tempo wahrnehmen, das die Stadt sonst vielleicht nicht erlaubt. Wir besuchen eine ehemalige Koranschule, den Bahia-Palast, den Jardin Secret, und lassen den Abend auf einem Rooftop ausklingen.Ein Tipp an dieser Stelle: Reserviert vorher einen Tisch, wenn ihr abends in Marrakesch essen gehen wollt. Wir hatten das nicht gemacht und standen erst mal ohne Platz da. Am Ende haben wir uns durch die Restaurants in der Nähe auf Google Maps geklickt und uns über WhatsApp um einen Tisch angefragt, bis wir doch noch eine Rooftop-Bar mit einem freien Tisch gefunden haben.


Tag 3: Durch den Hohen Atlas

Dann der erste Roadtrip-Tag, und mit ihm eine Überraschung, die wir so nicht erwartet hatten. Kaum hinter Marrakesch wird aus flacher Stadtlandschaft plötzlich Gebirge. Grüne Hügel, tiefe Täler, kurvige Bergstraßen. Schon die Fahrt selbst ist ein absolutes Erlebnis!

Unser erster großer Stopp ist Aït-Ben-Haddou. Die historische Lehmbausiedlung kennt man vielleicht aus Gladiator oder Game of Thrones, denn hier wurden so einige Filme gedreht. Enge Gassen, traditionelle Bauweise, eine Kulisse, die surreal wirkt. Am Abend gelangen wir in eine Unterkunft, bei der wir kaum Empfang hatten, dafür Ruhe und Berge, lieben wir. Nach Marrakesch genau das, was wir gebraucht haben.



Tag 4: Mondlandschaft, Schlucht, Safran

Auch dieser Tag beginnt spektakulär. Die kargen Berge erinnern uns an eine Mondlandschaft, mit Palmen und deutlich höheren Temperaturen als auf Island, aber das Gefühl ist ähnlich. Die Route führt über kleine Straßen und ein paar leicht offroaddige Passagen zu einer Schlucht, in der zwischen schroffen Felsen plötzlich eine grüne Oase auftaucht. Der Kontrast ist fast unwirklich.

Danach fahren wir durch eine der Safranregionen Marokkos.



Tag 5: Agadir und Kochkurs

Agadir selbst ist nicht die Stadt, die einen vom Hocker reißt, aber die Médina d'Agadir mit ihren Gassen, Innenhöfen und Handwerksbetrieben macht was her. Die heutige Medina ist übrigens ein Nachbau, die echte wurde durch ein schweres Erdbeben 1960 zerstört. Was hier steht, zeigt, wie die Stadt davor ausgesehen haben könnte. Der Souk, auf dem man sich natürlich im Verhandeln versucht, scheint nicht so trubelig wie in Marrakesch zu sein, oder wir hatten einfach einen entspannten Tag erwischt.

Von der Medina aus geht es weiter zu einem Aussichtspunkt über Agadir, mit einem wirklich weiten Blick über die Stadt. Ein Hinweis an dieser Stelle: Dort werden, wie an vielen touristischen Orten in Marokko, Fotos mit Kamelen oder Affen angeboten. Bitte unterstützt das nicht, den Tieren zuliebe.

Der Abend gehört dem Kochkurs, eine der optionalen Aktivitäten, die man bei Morocco Nomads dazu buchen kann. Wir bereiten gemeinsam mit der Gruppe eine traditionelle Tajine zu. Für uns einer der schönsten Abende der ganzen Reise!



Tag 6: Atlantikküste und Essaouira

Erster Stopp ist das bunte Fischerdorf Aghroud, das selbst bei grauem Wetter leuchtet wie eine begehbare Leinwand. Ein weiterer Stopp auf der Route sind die Dünen von Timlalin, wo Sanddünen, Felsen und Atlantik aufeinandertreffen. Wir durften hier zwei Wanderfalken beobachten, für uns ein unerwartetes Highlight!

Am späten Nachmittag erreichen wir Essaouira, diese Hafenstadt hat uns wirklich begeistert! Weiße Häuser, blaue Türen, ein lebendiger Hafen direkt am Atlantik, absolut schön!



Tag 7: Agafay-Wüste

Karg, steinig, 40 Grad, wilkommen in der Wüste! und eine weitere Aktivität von Travelbase steht an, das Quad-Fahren. Alle Teilnehmenden bekommen ein Quad und einen Helm, und dann geht es in die Wüste. Das ist wirklich aufregend, staubig und nervenaufreibend, zumindest für mich (Anna). Mario hingegen konnt ewirklich easy fahren, ich dagegen war doch etwas verkrampft :D Ich als Motorradfahrerin darf mich hier jedenfalls nicht in die Kurven lehnen, das ist für mich unegewohnt, aber abslozt ein erlbenis wert!



Ehrliches Fazit

Wir lieben die Reise-Konzepte von Travelbase! Die Organisation, die Routen, die Mischung aus eigenständig und gemeinsam reisen! Wer Marokko sehen will, ohne Wochen in die Planung zu stecken, ist hier richtig! Ob Marokko als Reiseziel das Richtige für euch ist, das müsst ihr für euch selbst einschätzen. Für uns war es ein spannendes Erlebnis und andere Teile des Landes stehen durchaus noch auf unserer Liste!

Was wir aber auch ehrlich sagen wollen: Bei den Menschen vor Ort ist man sich manchmal nicht ganz sicher, ob sie einem die Wahrheit sagen oder einen eher über den Tisch ziehen wollen. Das muss man im Hinterkopf behalten. Genauso hat das Essen Anna nicht ganz so gut vertragen. Anna hat einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt, alles war sehr lecker, vor allem Tajine, aber irgendwie sollte es nicht drinnen bleiben. Wer einen empfindlichen Magen hat, empfehlen wir Magentabletten einzupacken.



Packliste

Kleidung
  • Leichte, langärmlige Shirts/ lange Kleider für Sonnenschutz und als Respekt in der Medina

  • Hosen, die nicht zu kurz sind

  • Badekleidung

  • leichte Jacke für die Abende im Atlas, es kann kühler werden

  • Bequeme Schuhe/ Sneaker

  • Kopfbedeckung!


Ausrüstung
  • Sonnenbrille

  • Sonnencreme + After-Sun

  • Mückenspray (wir hatten Glück und keine Stiche)

  • Typ-C/E-Stecker

  • Powerbank

  • Kamera

  • Offline-Karten vorher herunterladen


Dokumente und Geld
  • Reisepass gültig, kein Visum nötig für EU-Bürger*innen

  • Internationale Kreditkarte

  • Etwas Dirham in bar, lokale Märkte nehmen oft keine Karten


Sonstiges
  • ggf. Magentabletten oder Ähnliches

  • Taschentücher (falls mal kein Klopapier vorhanden)

  • Buch, Spiele etc.

  • Ladekabel



Kosten - Was haben wir alles ausgegeben?

Vor Ort haben wir insgesamt 588,79 € für uns beide ausgegeben, der größte Posten mit Abstand war Essen, denn Mittag- und Abendessen sind nicht im Paket enthalten. Unsere Spritkosten verliefen sich auf rund 74 Euro für die Woche. Dazu kommen die Kleinigkeiten wie Taxi vom Flughafen, Bankgebühren beim Geldabheben (Tipp hier: habt euch kein Geld in den Restaurants ab! wir hatten hier einmal 30€ Bankgebühren!!!), ein bisschen was auf den Souks und Trinkgelder. Unterm Strich haben wir netto rund 218 Euro pro Person privat ausgegeben.



 
 

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